Der Messenger als Schaltzentrale: So funktioniert der Mietworkflow auf shareonimo.at
Wer einen Gegenstand mieten oder selbst vermieten möchte, muss meist einige Details abstimmen: Ist der gewünschte Zeitraum verfügbar? Welches Zubehör ist enthalten? Wann und wo findet die Übergabe statt?
Auf shareonimo.at laufen diese Gespräche nicht getrennt von der eigentlichen Reservierung ab. Der Messenger ist die zentrale Kommunikations- und Bedienoberfläche des Mietprozesses. Nachrichten, Reservierungsstatus und die jeweils nächsten Schritte bleiben dadurch an einem Ort miteinander verbunden.
„Ein Mietprozess sollte sich nicht wie eine Sammlung einzelner Formulare anfühlen. Deshalb bündeln wir Kommunikation und die jeweils nächsten Schritte dort, wo Mieter und Vermieter ohnehin miteinander sprechen: im Chat.“
Markus Henien, co-Founder, shareonimo.at GmbH
Mehr als ein gewöhnlicher Messenger
Im Chat können Mieter und Vermieter zunächst alle offenen Fragen klären. Anders als bei einem klassischen Nachrichten-Center ist der Messenger jedoch direkt mit dem Buchungsprozess verbunden.
Sobald eine Reservierung angefragt wird, erscheint im Chat eine eigene Transaktions-Card. Sie zeigt den aktuellen Mietzeitraum, den Preis und den Status der Reservierung. Abhängig davon, wie weit der Mietvorgang fortgeschritten ist, stellt die Card die jeweils mögliche Aktion bereit.
So wird aus einem Gespräch schrittweise ein nachvollziehbarer Mietprozess:
Anfrage → Reservierung → Bestätigung → Zahlung → Übergabe → Auszahlung
Die Statuslogik im Hintergrund
Technisch wird der Mietworkflow über eine sogenannte State Machine gesteuert. Der Begriff klingt komplizierter, als das Prinzip tatsächlich ist.
Jede Reservierung besitzt einen eindeutigen Zustand. Eine Nachricht im Chat verändert diesen Zustand noch nicht. Erst eine konkrete Aktion – etwa das Absenden eines Mietzeitraums, die Bestätigung durch den Vermieter oder eine erfolgreiche Zahlung – führt zum nächsten Schritt.
Die Card im Messenger bildet diesen Zustand sichtbar ab. Dadurch wissen beide Seiten, was bereits erledigt wurde und welche Aktion als Nächstes möglich ist.
1. Mietanfrage über ein Inserat senden
Der Mietprozess beginnt auf der Detailseite eines Inserats. Interessiert sich ein Nutzer für einen Gegenstand, kann er über den Button „Mietanfrage senden“ Kontakt mit dem Vermieter aufnehmen.
Nicht angemeldete Nutzer müssen sich zunächst registrieren oder einloggen. Im aktuell produktiven Ablauf wird anschließend zuerst eine Textnachricht an den Vermieter gesendet.
Nach dem Absenden entsteht automatisch ein gemeinsamer Chat-Channel. Dort können beide Seiten weitere Details zur Vermietung besprechen.
2. Zeitraum und Details abstimmen
Im Messenger lassen sich alle Fragen zum Gegenstand direkt mit dem Anbieter klären. Dazu gehören beispielsweise:
die Verfügbarkeit im gewünschten Zeitraum,
das enthaltene Zubehör,
mögliche Gebrauchsspuren,
der Übergabeort,
die korrekte Verwendung,
besondere Voraussetzungen für Transport oder Rückgabe.
Damit bleiben wichtige Absprachen dem konkreten Mietvorgang zugeordnet und können später erneut nachgelesen werden.
3. Reservierung im Chat anfragen
Steht der gewünschte Zeitraum fest, kann der Mieter im Chat über „Reservieren“ eine verbindliche Reservierungsanfrage erstellen.
Dabei werden Start- und Enddatum ausgewählt. Anschließend erscheint im Messenger eine Reservierungs-Card mit dem gewünschten Mietzeitraum und dem berechneten Preis.
Der Vermieter wird über die neue Reservierungsanfrage per E-Mail und SMS informiert. Die Reservierung befindet sich nun im Status „Reservierung angefragt“.
4. Vermieter bestätigt oder lehnt ab
Der Vermieter sieht die Reservierungs-Card direkt im gemeinsamen Chat und kann die Anfrage bestätigen oder ablehnen.
Bei einer Ablehnung wird die konkrete Reservierung beendet. Möchte der Mieter einen anderen Zeitraum anfragen, muss eine neue Reservierung erstellt werden.
Bestätigt der Vermieter die Anfrage, wechselt die Reservierung in den Status „Zahlung offen“. Der Mieter sieht nun in seiner Card die Information:
Du kannst jetzt mit der Bezahlung fortfahren.
5. Mietgebühr digital bezahlen
Über den Button in der Transaktions-Card gelangt der Mieter zum Stripe Checkout. Dort kann er die Mietgebühr mit einer verfügbaren Zahlungsmethode bezahlen.
Die technische Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe. Sensible Zahlungsinformationen müssen dadurch nicht direkt zwischen Mieter und Vermieter ausgetauscht werden.
Nach erfolgreicher Zahlung aktualisiert sich der Status der Reservierung automatisch. Der Vermieter sieht im Messenger, dass der Mieter bezahlt hat. Gleichzeitig wird für ihn das Eingabefeld für den Abholcode freigeschaltet.
6. Abholcode und Übergabe
Nach der Zahlung erhält der Mieter innerhalb seiner aktualisierten Card einen individuellen Abholcode.
Bei der Übergabe nennt der Mieter diesen Code dem Vermieter. Der Vermieter gibt ihn im vorgesehenen Feld im Chat ein. Wird der Code erfolgreich bestätigt, gilt die Übergabe innerhalb des Mietworkflows als erfolgt.
Der Abholcode verbindet damit die digitale Buchung mit der tatsächlichen Übergabe des Gegenstands.
7. Auszahlung an den Vermieter
Mit der bestätigten Übergabe wird der private Vermieter auszahlungsberechtigt.
Die Auszahlung erfolgt im aktuellen C2C-Prozess noch manuell innerhalb weniger Werktage. Nach der Durchführung wird die Buchung administrativ als ausgezahlt markiert.
Die langfristige Weiterentwicklung sieht eine stärker automatisierte Zahlungs- und Auszahlungsabwicklung vor. Der Abholcode bleibt dabei ein wichtiger Auslöser, weil er dokumentiert, dass der Mietgegenstand tatsächlich übergeben wurde.
Nachrichten und Transaktionen bleiben getrennt
Eine wichtige Besonderheit des Systems ist die klare Trennung zwischen Kommunikation und Buchungsstatus.
Mieter und Vermieter können beliebig viele Nachrichten austauschen. Eine Reservierung wird dadurch jedoch weder automatisch bestätigt noch bezahlt oder abgeschlossen. Dafür sind immer die vorgesehenen Aktionen in der Transaktions-Card erforderlich.
Das verhindert, dass eine beiläufige Chatnachricht versehentlich als verbindliche Buchungsentscheidung interpretiert wird.
Benachrichtigungen helfen, schneller zu reagieren
Neue Mietanfragen und Reservierungen können leicht übersehen werden, wenn sie nur in einem E-Mail-Postfach landen. Deshalb kombiniert shareonimo den Messenger mit zusätzlichen Benachrichtigungen.
Bei relevanten Ereignissen – etwa einer neuen Reservierungsanfrage – kann der Vermieter per E-Mail und SMS verständigt werden. Der eigentliche Mietvorgang bleibt dennoch zentral im Nachrichtenbereich der Plattform dokumentiert.
Was der Messenger nicht automatisch leistet
Der Messenger schafft einen strukturierten und nachvollziehbaren Ablauf. Er ersetzt jedoch nicht jede individuelle Abstimmung zwischen Mieter und Vermieter.
Warum der messengerzentrierte Mietworkflow sinnvoll ist
Beim privaten Verleihen oder bei der gewerblichen Vermietung entsteht häufig Abstimmungsbedarf. Ein rein formularbasierter Buchungsprozess kann viele dieser individuellen Fragen nicht abbilden. Ein gewöhnlicher Chat bietet dagegen oft keine klare Struktur für Reservierung und Zahlung.
shareonimo verbindet deshalb beide Ansätze:
persönliche Abstimmung im Messenger,
strukturierte Reservierungsanfragen,
klar erkennbare Buchungszustände,
digitale Zahlungsabwicklung,
dokumentierte Übergabe per Abholcode.
So bleiben Flexibilität und persönlicher Kontakt erhalten, ohne dass der Mietprozess seine Struktur verliert.
Mieten und vermieten auf einer zentralen Plattform
shareonimo.at ist ein österreichischer digitaler Mietmarktplatz für Gegenstände privater und gewerblicher Vermieter. Nutzer können unter anderem Werkzeuge, Maschinen, Fahrzeuge, Eventtechnik sowie Sport- und Outdoor-Ausrüstung regional mieten oder selbst zur Vermietung anbieten.
Der Messenger bildet dabei das verbindende Element zwischen Kommunikation und Transaktion. Er begleitet Mieter und Vermieter von der ersten Anfrage bis zur Übergabe – transparent, nachvollziehbar und direkt mit dem jeweiligen Mietvorgang verknüpft.
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